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Was will Kindercoaching

Wurden früher Kinder, wie es so schön in Afrika heißt, durch ein ganzes Dorf erzogen, sind sie heute, besonders was tiefere Gespräche angeht, häufig auf die Eltern oder sogar nur einen Elternteil zurückgeworfen. Für Kinder ist das ein Mangel, denn weniger tiefe Gespräche bedeuten auch weniger Vorbilder, Wahlmöglichkeiten und Lernoptionen. Erlebte Gesprächsvielfalt ist jedoch wichtig, damit kleine und große Menschen praktisch erleben, wie man eigene Standpunkte findet und Wünsche, Ängste, Erwartungen oder Nöte so formuliert, dass ein anderer Mensch sie versteht und ggf. unterstützen kann.

 

Die Wirkung von Kindercoaching

„Kindercoaching – intensive Gespräche mit Kindern führen“ richtet sich an Eltern, Familienangehörige, Berufsfelder, die professionell mit Kindern arbeiten und all die Menschen, die punktuell oder regelmäßig intensive Gespräche mit Kindern führen wollen, sollten oder müssen.
Wenn Sie mit einem Kind bewusst sprechen, nehmen Sie es als Persönlichkeit wahr und die kindlichen Anliegen ernst.

 

Folgende Themen bieten sich für intensive Gespräche an:

• Familiäre Veränderungen

• Umzug

• Schulwechsel, Schulnöte

• Ein Elternteil muss aus Dienstgründen länger wegziehen

• Ernährung

• Fragen zur Freundschaft

• Umgang mit Gefühlen

 

Kindern achtsam wie in einem Coachinggespräch zu begegnen, unterstützt den Ideenreichtum, das Gefühl von Akzeptanz und Selbstwirksamkeit. Gespräche dieser Art helfen zu verstehen und Alternativen zu finden. Dabei begegnen sich Kind und Erwachsener auf Augenhöhe und Erwachsene lernen die guten Gründe und Gedanken verstehen, die hinter dem Verhalten eines Kindes stehen.

 

Wer ist Kindercoach?

Im Grunde jeder Mensch, der sich dafür entscheidet einfühlsam, reflektierend, besonnen und wohlwollend mit Kindern zu kommunizieren. Sich als Coach zu verstehen bedeutet eine andere Denk- und Erfahrenswelt zu respektieren und auf sie erst einmal vorurteilsfrei zu reagieren. Ein Coach stellt seine Ansicht nicht über die eines Kindes oder anderen Menschen, sondern ist an der besten Lösung interessiert. Die kann anders aussehen, als angenommen. Diese Freiheit in der Kommunikation ermöglicht die Sicherheit und aufrichtige Hinwendung, die bei Kindern wie ein Signal wirkt, sich zu öffnen.

• Als Eltern, ernen Sie, die wertvollen Momente zu erkennen und zu nutzen, in denen sich ein Kind Ihnen öffnen möchte.
• Als Lehrer und Lehrerinnen, müssen Sie kurze Gesprächsmomente konzentriert nutzen. Die Regeln im Kindercoaching geben Ihnen hier einen Halt.
• Als Erzieher und Erzieherin, machen Sie sich bewusst, dass eine Gruppe von Kindern aus kleinen Einzelmenschen besteht, die immer mal wieder individuelle Gespräche für ihre Entwicklung brauchen.
• Als Großeltern, nehmen Sie diese Gespräche ernst, weil Sie Vorbild sind und eine wichtige Rolle in der Erziehung von Enkelkindern haben.
• Im kindermedizinischen und- therapeutischen Bereich, unterstützen Impulse und Emotionskarten dabei, eine Basis für Vertrauen zu schaffen und Gespräche auf Themen zu fokussieren.

 

 

 

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